Seit meiner Teenagerzeit bin ich Fan von Gregory Peck. An diesem Wochenende war einer seiner Schwarzweißfilme dran: „Gentleman’s Agreement“ – auf Deutsch: „Tabu der Gerechten“ aus dem Jahr 1947.

Kennt den hier jemand? Falls nicht: vielleicht ein Filmtipp für sonntags.

Der Streifen erzählt von der Benachteiligung einer Minderheit in ganz alltäglichen Situationen. Und ehrlich gesagt hat mich erschrocken, wie aktuell der Stoff noch immer wirkt.

Als der Abspann lief, blieb bei mir vor allem dieser Gedanke hängen:

Nichts sollte uns trennen. Keine Religion. Keine Himmelsrichtung. Kein Geldbeutel. Keine Herkunft. Keine Jahreszahl. Kein Streit.

Und auch keine Lügen mehr. Keine Korruption – weder in Wirtschaft noch Politik.

Die Menschheit hat schon so viele Zeitalter erlebt:

das der Kriege, das der Industrialisierung, das Atomzeitalter.

Heute leben wir in einer Welt, in der Philosophen vom Kulturkapitalismus sprechen und wir gleichzeitig bereits Richtung Mars blicken … Doch irgendwann fragte ich mich, als der Film vorbei war:

– Wann beginnt eigentlich das Zeitalter der Versöhnung?

Vielleicht mehr ein Wunsch als eine Frage. Aber vielleicht braucht es genau solche Wünsche wieder stärker.

Wie siehst du das?