„Lachen senkt den Blutdruck.“

 

Diesen Satz nahm kürzlich der Herz- und Lungenmediziner, TV-Moderator und Podcaster Heinz-Wilhelm Esser („Doc Esser“) in einer Talkshow zum Anlass, von drei Fällen des Broken-Heart-Syndroms zu berichten.

 

Die Betroffenen zeigten Symptome, die zunächst auf einen schweren Herzinfarkt hindeuteten. Tatsächlich war die Pumpfunktion des Herzens deutlich eingeschränkt – eine ernsthafte gesundheitliche Gefahr. Gleichzeitig waren die Herzkranzgefäße bei genauer Untersuchung vollständig frei.

 

Entscheidend ist: Diese Diagnose wurde erst möglich, nachdem die Fälle sorgfältig und in mehreren Schritten untersucht worden waren. Dazu gehörte auch eine ausführliche Anamnese, die die Lebensgeschichten der Betroffenen einbezog. Erst dadurch konnten die richtigen Schlüsse gezogen werden.

 

Sein Fazit und zugleich mein Wunsch an Experten und Entscheider, die unser Gesundheitssystem nachhaltig verbessern wollen – auch mit Blick auf aktuelle Reformen und Proteste zum Thema:

 

Mehr Zeit für Ärztinnen und Ärzte.

 

Mehr Zeit, um Symptome ganzheitlich zu betrachten. Mehr Zeit, um Ursachen zu verstehen. Mehr Zeit, damit Therapien wirksamer werden.

 

Denn davon profitieren am Ende alle: die Patientinnen und Patienten – und die Kosten in unserem Gesundheitssystem.